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Alberts Verlust

Eine Landstraße im Nebel. Ein Auto überschlägt sich, landet in einem Fluss. Albert verliert bei dem Unfall sein autobiografisches Gedächtnis, erkennt weder seine Frau
noch seine Verwandten und Bekannten. Sein Leben ist eine Leerstelle geworden. Und ein umkämpfter Platz. Denn es beginnt ein aberwitziges Spiel um Alberts Gedächtnis.
Als Albert auf der Intensivstation erwacht, weiß er nicht, was er vor dem Unfall war und tat. Er erlebt seine persönliche Stunde null. Was für ihn die Möglichkeit ist, ein weißes Blatt neu zu beschreiben, sieht sein Umfeld als veritable Chance: Alberts Frau möchte ein paar Korrekturen an Alberts Leben vornehmen. Sein Psychologe erkennt das wissenschaftliche Potenzial des Falles und spekuliert auf einen persönlichen Erfolg. Doch Albert entzieht sich diesem Ringen um sein fr¨heres Leben. Bis er eine Entdeckung macht und etwas Unerhörtes tut. Damit setzt er ein groteskes Spiel um die Rückgewinnung seines Gedächtnisses in Gang. Und wird um eine schmerzhafte Erinnerung reicher.
Urs Zürcher erzählt vom Leben eines Mannes, dem seine Biografie abhandengekommen ist. Wird er dadurch freier? Oder vielmehr unfähig, ein sinnvolles Leben zu leben? Gibt es überhaupt eine biografische Wahrheit? In seinem sorgfältig komponierten Roman geht der Autor diesen Fragen nach. Ein ebenso trauriges wie verspieltes Kammerstück, dessen Sog man sich unmöglich entziehen kann.
»Als hätte ein von Kopfschmerzen geplagter Gott endgültig die Geduld und auch die Friedfertigkeit verloren und den irdischen Tönen die Ausdehnung genommen, erstarb jeder Klang wie die Flamme einer Kerze im Wind sofort und unwiederbringlich.«

Urs Zürcher: Alberts Verlust
Fr. 32,00
ISBN 978-3-03762-075-5

240 Seiten, gebunden, mit Lesebändchen