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Manchmal sehe ich am Himmel einen endlos weiten Strand

«Manchmal sehe ich am Himmel einen endlos weiten Strand» ist - der Titel ist einem Gedicht von Arthur Rimbaud entnommen - Literatur vom feinsten. als wäre die Bewegung der Wellen auf dem Meer Sprache geworden. Die Geschichte um die exzessive und implodierende Liebe zwischen dem scheinbar jugendlichen Mörder Alain Noiret und der desillusio- nierten Darja Savary, einer Frau zwischen den Jahren, fährt erschreckend tief unter die Haut der Zeit. Intensität pur: sinnlich, sarkastisch, hart, verzweifelt, animalisch, analytisch, unbarmherzig. Durchtränkt von einem feinen Humor und praller Lust am Leben. Pures Lebensfieber. Katharina Faber ist Amerikanerin - vielleicht; Schottin - könnte sein; Französin - probablement; Levantinerin, eine Frage des Windes. Sie lebt und schreibt in Zürich.

In einer kleinen Stadt im Südwesten Frankreichs lebt ein seltsames Paar. Darja Savary, die Gründerin der Grossgarage Montadour Cyclo Comp., hat den jungen Alain Noiret beim Versuch ihr Auto zu stehlen ertappt. Sie hat ihn nicht angezeigt, sondern ist mit ihm zu sich nach Hause gefahren. Sie weiss nicht, dass er ein Mörder und aus der psychiatrischen Verwahrung auf der berüchtigten Insel Mahan geflohen ist. Sein Verhalten ist pedantisch, er redet kaum, er bleibt fremd in Darjas Umgebung. Alain Noiret weiss nichts über ihre bewegte Vergangenheit, nichts über den Tod der Väter ihrer jetzt erwachsenen Kinder, nichts über die heimlich geschriebenen Bücher für den Zeitgeistautor Ferlinghetti. Alain trifft Darja in einem schwierigen Moment ihres Lebens. Die Bank verweigert ihr einen Kredit für die einstmals blühende Montadour und drängt Darja Entlassungen auf, die Krise des Betriebs wird zu ihrer eigenen. Darja fällt in alte Gewohnheiten zurück, trinkt zuviel, verliert allmählich die Kontrolle über ihr Leben. Trost findet sie an Alains wortloser, fremder und animalischer Nähe. Alains Gedanken kreisen um die Fortsetzung seiner Flucht über Portugal nach Argentinien. In einem zunehmend exzessiv getanzten Pas-de-Deux von Verlorenen umkreisen die beiden einander in grösster Nähe und eiserner Verschwiegenheit. Während sich die Türen des Hauses vor den alten Freunden schliessen, feiert das Paar sich selbst und seine Gegenwart in den Zeiten des Niedergangs. Bis ein einziges Wort, ein falsches, die Katastrophe auslöst.

Pressestimmen und Zitate

«Manchmal sehe ich am Himmel einen endlos weiten Strand» von Katharina Faber
Fr. 39,00
ISBN 978-3-908010-56-2

Roman, 303 Seiten, gebunden