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Deskaheh. Ein Irokese am Genfersee.
Ein wahre Geschichte.

Was James Baldwin für die Welt der Schwarzen in Amerika, ist Deskaheh für dieIndianer. Eine Stimme aus ihrer Mitte.1923 reiste Häuptling Deskaheh nach Genf – als Vertreter von sechs Irokesenstämmen, die sich zum Bund der »Six Nations« zusammengeschlossen hatten. Seine Mission: ein »Apell der Rothäute« an den Völkerbund.
»Finden Sie heraus, was mit ihm geschah«, sagt der Antiquar, dessen Großvater den Irokesen Deskaheh in der Schweiz einst beherbergt hatte. Die Zürcher Staatsanwältin Ursula Haldimann beginnt zu recherchieren und enthüllt eine unglaubliche Geschichte.
Die Abenteuer von Winnetou dem Indianer hatten Ursula Haldimanns Kindheit geprägt. Als sie Jahre später bei einem Antiquar ein Foto entdeckt ist die alte Magie wieder da: Das Bild, aufgenommen in der Schweiz, zeigt einen Häuptling in prachtvoller Montur und Federschmuck. Er ist keinem Roman von Karl May entsprungen, es hat ihn wirklich gegeben, den Irokesen Deskaheh aus dem Land am Grand River. Im September 1923 reist er nach Europa. Denn Kanada, der Staat der Weißen, ist dabei, das Land der Irokesen zu besetzen. Der Häuptling will sich mit einem »Appell der Rothäute« an den Völkerbund in Genf wenden und in der freiheitsliebenden Schweiz für die Sache der
Indianer werben. Zumindest letzteres gelingt, die Schweizer liegen dem charismatischen Mann zu Füßen. Der Zutritt zum Völkerbund aber wird ihm verwehrt. Doch Deskaheh lässt sich nicht beirren – dann wird er krank. Sehr krank. 1925 stirbt er. Ursula Haldimann ist sicher: Das kann nicht mit rechten Dingen zugegangen sein.
Kriminalroman und Politthriller, Reportage und literarische Parabel.

Willi Wottreng: Deskaheh. Ein Irokese am Genfersee.
Fr. 30,00
ISBN 978-3-03762-073-1

198 Seiten, gebunden, mit Lesebändchen