Schnitz

»Schnitz« – eine urkomisch-poetische Erzählung.
Im Schatten erloschener Hochöfen brennt im Dunkel der Dämmerung ein kleines Licht vor dem Haus der Familie Kummer. Die Mutter, Rose Chagrin, geborene Chance, und ihr Mann Nathanael Kummer, bangen dem Besuch des Kommissionärs entgegen, dem Vollstrecker der Macht. Die Mieten steigen ins Unermessliche, Nathanael arbeitet rund um die Uhr, Rose Chagrin hausiert mit Vitaminkuren.
Jeder im Haushalt versucht auf seine Art, dem Moloch Paroli zu bieten. Der alte Seraphin sucht irrlichternd den schwarzen Mann, den er zur Rede stellen will; Philanthropie die voluminöse, schnitzvertilgende Ariensängerin, singt unter den Augen ihrer Schutzengel die Menschen im Quartier ins Entzücken, derweilen Yapaklu und Zibeline, die Geschwister, ihre Spielsachen in Sicherheit bringen: ins Reich des Riesen, das sich in einem Pommes-Frites-Automaten befindet.

Marie-Jeanne Urech: Schnitz
Fr. 24,00
ISBN 978-3-03762-063-2

143 Seiten, gebunden.
Die französische Originalausgabe erschien 2010 im Verlag L’Aire unter dem Titel Les valets de nuit.
Die Übersetzung aus dem Französischen stammt von Liz Künzli.
Ein Titel der ch-Reihe - ausgewählte Literatur aus der Schweiz in Übersetzung.

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